Die-Zukunftsmacher-Podcast

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Der Podcast über Innovationen und Zukunftsthemen.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 57 Ingo Speich (Nachhaltigkeit und Geldanlage/Deka-Fondmanager)

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 57 Ingo Speich (Nachhaltigkeit und Geldanlage/Deka-Fondmanager)

von Jürgen Vagt 15.11.21

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Heute sprach ich mit Ingo Speich über Nachhaltigkeit in der Geldanlage und Ingo Speich ist Fondsmanager bei der Deka. Die Deka sind die Fondsgesellschaft der Sparkassen und Nachhaltigkeit ist in vieler Münder. Laut Ingo Speich sind die Jungen und die hoch Vermögenenden besonders interessiert an nachhaltigen Geldanlagen. Bei nachhaltigen Geldanlagen wird neben wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Faktoren betrachtet. Bei nachhaltigen Fondsgesellschaften wird einerseits nach Unternehmenskennzahlen entschieden, aber auch die ökologische Leistung und die soziale Einbindung in die betroffenen Gesellschaften wird betrachtet. Wenn Unternehmen sich ökologisch und sozial geben, dann ist der Vorwurf des Greenwashings nicht weit. Aber laut Ingo Speich werden aus verschiedenen Quellen Informationen zusammengesammelt und daher kommen auch Umweltverbände zu Wort. In den letzten Jahren ist das Angebot besser geworden, man kann nachhaltig Anleihen oder in Immobilen anlegen. Grundsätzlich sind alle Anlagenklassen auch in einer nachhaltigen Version verfügbar. Es bleibt aber offen, ob jeder Anlageberater in jeder Bank vernünftig über nachhaltige Anlagen beraten kann.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 56 Shai Hoffmann (Sozial-Unternehmer und Aktivist)

Von Jürgen Vagt 20.10.21

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Heute begrüßte ich Shai Hoffmann bei den Zukunftsmachern und das Arbeiterkind hat nach seinem BWL-Studium das erste Sozial-Unternehmen gegründet. Mit diesem Unternehmen werden nachhaltige Schuhe produziert und vertrieben. Am Anfang ging es um die Abgrenzung zwischen Unternehmern und Sozial-Unternehmen. Shai Hoffmann hat dann sein Selbstverständnis und seine Herangehensweise beschrieben. Spannend fand ich, dass Shai Hoffmann Unternehmen aufbaut aber eben auch Aktivismus betreibt. Shai Hoffmann hat schon mehrere Busprojekte umgesetzt, bei denen unsere Demokratie wieder belebt werden soll. Shai Hoffmann und seine Mitstreiter sind auf Dorfplätze der Republik gefahren und haben den Dialog mit unseren Mitbürgern über die Demokratie gesucht und über Ihre Probleme gesprochen. Ich habe gefragt, wie die Projekte von Shai Hoffmann in die deutsche Förderlandschaft passen und es ist für Shai Hoffmann schwierig. Einerseits sind die Erfolge schwer messbar und man verliert die unternehmerische Leichtigkeit.
Kies wird knapp / Kreislaufwirtschaft
Kies wird in aberwitzigen Mengen für den Bauboom gebraucht und in vielen Abbauregionen gibt es Konflikte. An vielen Ecken wird die Kreislaufwirtschaft diskutiert, aber bei Baustoffen ist das Konzept nicht verbreitet. Komplizierte Vorschriften machen das Recycling von Kies teuer und dann lohnt sich das Aufbereiten nicht.

Zukunftsdenken in der DDR
Trotz dem jähen Ende der DDR vor gut 30 Jahren ist die DDR sehr virulent. Die Mietpreisbremse ist wieder auf dem Tisch und das vereinte Deutschland ist keine fortgesetzte BRD. Wenn man sich anschaut, wie lange die SPD in der Bundesregierung im vereinten Deutschland ist. Im Beitrag geht es, um die Frage wie hat man sich in der DDR die Zukunft vorgestellt. Die Zukunftsversionen sind sehr ähnlich, wenn man die BRD und die alte DDR vergleicht.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 55 Jens Teutrine (MdB FDP/Bundesvorsitzender der Julis)

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von Jürgen Vagt 26.10.21
Jens Teutrine (MdB FDP/Bundesvorsitzender der Julis)
von Jürgen Vagt 07.10.21
heute war Jens Teutrine zu Gast bei den Zukunftsmachern und ich sprach mit dem frisch gebacken Bundestagsabgeordneten über seine politischen Ambitionen. Bei der Bundestageswahl ist Jens Teutrine knapp aber doch sicher in den Bundestag gekommen. Jens Teutrine will mit seiner FDP wieder die Chancengleichheit in der Gesellschaft stärken und einen ganzheitlichen Liberalismus etablieren. Was man darunter versteht, erklärt Jens Teutrine in dieser Episode. Leistung muss sich lohnen, aber eben auch für ALG 2 Bezieher. Nach der Wahlpleite 2013 hat sich die FDP vom Image des Finanzvertrieblerstreffens verabschiedet und bei der Bundestagswahl 2017 konnte die FDP ein sehr gutes Ergebnis bei den Erstwählern erlangen. Die jungen Wähler waren die Hauptleidtragenden der Pandemie, Jens Teutrine meinte, dass die psychischen Auffälligkeiten zunahmen. Zudem brachen Nebenjobs weg, aber das Bafög wurde nicht ausgeweitet. Auch Versuche aller Jugendorganisationen der großen Parteien bei der Forschungsministerien das Bafög auszuweiten blieben erfolglos. Wir sprachen auch über die Frage, wie die FDP die Menschheitseisherausforderung Klimawandel bewältigen will.

Unternehmen und Klimaschutz

Klimaschutz ist das zentrale Thema, aber es stellt sich auch die Frage, wo die Rolle des Staates in dieser ökologischen Transformation liegt. Es gibt eigene technischen Optionen und eigene Vorreiter machen sich auf den Weg zum klimaneutralen Wirtschaften, warum braucht man dann noch mal staatliche Förderung. Sollte der Staat die Umwelt nur schützen, wenn es der Markt nicht kann?

DeGrowth oder Steinzeitkommunismus

Die Wirtschaftswissenschaften nerven viele mit ihrem Wachstumswahn, daher hat sich die DeGrowth Bewegung in Teilen der Wirtsschaftswissenschaften breit gemacht. Das ist nicht im Mainstream der Wirtschaftswissenschaft angekommen, aber es werden wieder Ideen des Steinzeitkommunismus diskutiert. Für die ökologische Linke haben diese Ideen leider immer mal wieder eine Attraktivität.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 54 Björn Lengwenus (Schulleiter/Corona und Digitalisierung in der Schule)

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von Jürgen Vagt 17.10.21
Björn Lengwenus (Schulleiter/Corona und Digitalisierung in der Schule)
von Jürgen Vagt 28.09.21
Heute ging es nach Hamburg Dulsberg und ich durfte Björn Lengwenus in dieser Podcastreihe begrüßen. Björn Lengwenus ist Schulleiter und Grimme-Preisträger. Gleichzeitig mit dem Beginn des ersten Lockdowns und der Pandemie startet Björn Lengwenus seine (Medienkarriere). Dulsberg Late Night lief auf YouTube und sollte ein Pausenhoffeeling in der Pandemie liefern. Die 1600 Schüler mussten die Schule meiden und zu Hause lernen. Mit diesem abendlichen Format konnte der Zusammenhalt der Schule erhalten bleiben. Durch die Pandemie lief die Schule ungefähr so, dass man durch das Netz Aufgaben verschickt und die Antworten dann bewertet hat als Lehrer. Man hat in Hamburg Dulsberg versucht mehr zu leisten, weil viele Schüler keinen Internetzugang haben. Schüler, welche in Flüchtlingsheimen wohnen, müssen in Einkaufszentren das WLAN nutzen, weil es in Flüchtlingsheimen kein WLAN gibt. Jetzt im September 2021 fällt Björn Lengwenus auf, dass die Schüler soziale Defizite haben, weil die Schülerschaft monatelang eingepfercht waren. Für Björn Lengwenus ist die Digitalisierung ein weiteres Werkzeug für Lehrer. Natürlich konnten die Schüler mittels Videoplattformen Aufgaben lösen, aber Lehrer müssen die Medienkompetenzen vermitteln, damit Schüler aus der Unzahl und Vielzahl von Angeboten das Richtige auswählen kann.

Vegane Ernährung wird ein Massenphänomen

Einige wünschen sich das, aber bislang sind noch nicht mal 10 % der Bevölkerung. Warum ist die vegetarische oder vegane Ernährung noch kein Massenphänomen? Wir spielen mal das Szenario einmal durch und man kann festhalten, dass vegane Ernährung dem Klima guttun würde. Wenn man 1000 Kalorien aus Pflanzennahrung bezieht oder aus einer fleischlichen Ernährung, dann ist die Pflanzenernährung vorteilhaft. Aber trotzdem ist Fleisch essen kulturell verankert und in Maßen auch gesund.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 53 Prof. Dr. Markus Brunnermeier (Princeton/Ökonom) (Auf dem Weg zur resilienten Gesellsc

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von Jürgen Vagt 05.10.21
Prof. Dr. Markus Brunnermeier (Princeton/Ökonom) (Auf dem Weg zur resilienten Gesellschaft)

Heute ging es nach Princeton und der Ökonom Markus Brunnermeier erklärt uns sein Konzept einer resilienten Gesellschaft. Man kennt den Begriff aus der psychologischen Forschung und resiliente Menschen können sehr gut mit Schicksalsschlägen umgehen. Nun stellte sich die Frage, wie Gesellschaften mit Katastrophen wie z.B. Corona fertig werden. Autokratische Staaten konnten schneller intervenieren, aber die demokratischen Staaten haben die Freiräume geschaffen für Innovatoren, sodass die Impfstoffe entwickelt werden konnten. China konnte zwar schnell und massiv durchgreifen, aber die europäischen Staaten und die USA haben die Impfstoffe als Lösung der Krise geliefert. Die Eiche sollten wir uns eben nicht als Beispiel für eine gute Krisenfähigkeit dienen, sondern der Bambus. Robuste Gesellschaften werden irgendwann brechen, aber resiliente Gesellschaften werden irgendwann auf den Normalzustand ähnlich wie der Bambus zurück federn. Markus Brunnermeier lieferte dann noch Einschätzung, ob der Bankensektor und die Inflation durch die Corona-Lage problematisch werden kann.

Digitales Einkaufen
Fast jeder kauft über Online-Plattformen ein, aber die Digitalisierung kann auch den guten alten Tante Emma Laden wiederbeleben. Auf dem Land rechnet sich keine Verkäufer in einem Supermarkt mehr, sodass es nur große Supermärkte an verkehrsgünstigen Lagen gibt. Daher sind Landbewohner auf das Auto angewiesen und ältere Menschen, die nicht mehr Autofahren können oder wollen, müssen in Altersheim. Aber mit ein bisschen Digital-Technik kann man einen Supermarkt so gestalten werden, dass man den Supermarkt ohne Personal führen kann. Eine Chipkarte verschafft den Zutritt und Kameras überwachen den Einkauf und bezahlt man digital. Die Dorfbewohner können so gut einkaufen und das Geschäftsmodell ist tragfähig. Mit solchen Konzepten entspannt sich die Versorgungslage auf dem Lande.
Zukunft ohne Kurzstreckenflüge
Im Wahlkampf 2021 werden ja diverse Maßnahmen zum Klimaschutz diskutiert und die Grünen wollen Kurzstreckenflüge verbieten. In Frankreich wird dieses Verbot schon im Parlament beraten und die extreme Linke will härtere Maßnahmen. Aber stiftet es Sinn eine einzelne Maßnahme zu beschließen oder sollte es einen einheitlichen Preis für CO₂ geben.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 52 Thekla Wilkening (Nachhaltige Mode)

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von Jürgen Vagt 30.09.21

Thekla Wilkening (Nachhaltige Mode)
Heute begrüßte ich Thekla Wilkening und wir sprachen über Mode. Thekla Wilkening hat schon 2012 ein Tauschsystem für Kleidung aufgebaut, die Kleiderei ist eingegangen oder umgangssprachlich formuliert insolvent geworden. Bei der Kleiderei konnten Kunden gegen eine Abo-Gebühr Kleidung leihen und nach der Nutzungsdauer kann die Kleidung zurückgegeben werden. Dann wurde die Kleidung wieder aufbereitet und an den nächsten Kunden weitergegeben, somit war die Kleiderei ein frühes Gegenkonzept gegen Fast Fashion. Allerdings hat die Digitalisierung nicht funktioniert, aber auch heute bestehen zwei Filialen. Heute berät Thekla Wilkening die Modeindustrie auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und Thekla Wilkening beobachtet eine Teilung, viele kleine Labels sind sehr nachhaltig und es gibt auch internationale Infrastrukturen, um nachhaltig zu produzieren. Bei den großen der Modewelt sieht es anders aus, hier dominiert eine Wegwerfkultur. Laut Thekla Wilkening müsste der Gesetzgeber die Anreize verändern. Gegenwärtig kann man billige Klamotten in Asien oder Afrika produzieren und nach kurzem Tragen wird es in Europa und den USA weggeschmissen. Für langlebige Kleidung müsste es entsprechende Anreize geben.

Cannabis legalisieren

Gebt das Hanf frei. Mit diesem Satz hat Christian Ströbele immer sein Direktmandat in Berlin-Kreuzberg gewonnen. Die Debatte ist festgefahren, die Konservativen halten am Verbot fest und die Grünen haben einen differenzierten Gesetzentwurf vorgelegt. Manchen Staaten folgen dem niederländischen Vorbild und geben Cannabis in bestimmten Anwendungen und unter bestimmten Voraussetzungen frei. Man will den Schwarzmarkt austrocknen und Steuereinnahmen generieren. Aber wie sähe so ein Szenario aus und wie sieht eine bekifftes Deutschland aus.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 51 Iris Wolfer (Co-Working auf dem Lande/Coconut Brandenburg)

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Iris Wolfer (Co-Working auf dem Lande/Coconut Brandenburg)

von Jürgen Vagt 09.09.21
Heute war Iris Wolfer zu Gast bei den Zukunftsmachern und Iris Wolfer ist stolze Gründerin des Coconut in Klein Glien. Seit 2017 hat das 80 Menschen Dorf Klein Glien einen Co-Working-Space und nun ist Klein Glien ein smartes Dorf. Das Coconut ist ein Gutshaus, welches Digitalarbeitern einen Anlaufpunkt bietet. Freelancer oder Teams können sich hier auf dem Lande abseits der Hektik von Großstädten zurückziehen, um in Ruhe zu arbeiten. Zielgruppen sind Innovationsteam von Konzernen. Freelancer aber auch Literaten nutzen die Büroflächen und die digitale Infrastruktur. Aber auch die Provinz gewinnt, denn man kann sich auch als Dörfler digitalisieren und die ersten Projekte gibt es. Staatliche Stellen finden das Projekt toll und fördern fleißig, weil das Land insbesondere in Brandenburg strukturschwach ist und man sich von diesem Projekt neue Impulse erhofft.
Milch aus Pflanzen

Die gute alte Kuhmilch hat Konkurrenz bekommen. Gesundheitliche Gründe oder ein gestiegenes Klimabewusstsein sind Gründe, dass sich pflanzliche Alternativen einen kleinen Marktanteil erarbeiten haben. Ob es nun Hafermilch oder Sojamilch, es gibt immer mehr pflanzlichen Alternativen und die Massentierhaltung hat zu Recht ein schlechtes Image. Auch die großen Nahrungsmittelkonzerne bauen dieses Geschäftsmodell aus.

Keine Nebenjobs für Politiker mehr

Im Wahlkampf 2021 kocht dieses Thema wieder hoch und einige Sünder in der Politikerkaste haben fleißig nachgemeldet. Natürlich geht es auch um die Machtfrage, ob Journalisten oder Lobbyisten mehr Macht auf die politische Willensbildung haben. Es fällt einfach auf, dass nur Nebenjobs von Wirtschaftsunternehmen thematisiert werden. Aber eben nicht, das Engagement bei Umweltverbände und NGOs. NGOs sind auch Einzelinteressen. Nun wir spielen mal ein Szenario durch, ob man in einer modernen Gesellschaft ohne Nebenjobs für Politiker auskommt.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 50 Birgit Lohmeyer (Jamel rockt den Förster/Anti-Nazi-Festival in Meck-Pomm)

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von Jürgen Vagt 07.09.21
Heute war Birgit Lohmeyer zu Gast bei den Zukunftsmachern. Birgit Lohmeyer zog im Jahr 2004 mit Ihrem Ehemann nach Jamel, eines kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern.
Zwar wusste Birgit Lohmeyer, dass es einige Neonazis in ihrer dörflichen Umgebung gab und gibt, aber erschreckend war es schon, dass sich das neonazistischen Denken tief in der Landbevölkerung verfestigt hat. In Prinzip war das Ehepaar Lohmeyer als Demokraten alleine im Dorf und man versuchte mittels Kulturarbeit einen Gegenpol im ländlichen Raum zu etablieren. Zuerst gab es Gartenfestival und dann kam ein kleines Musikfestival und Jamel rockt den Förster wurde immer größer. Herbert Grönemeyer, die toten Hosen oder Materia waren schon da, obwohl maximal 1500 Gäste kommen können. So bringt das Ehepaar Lohmeyer ein bisschen Gegenkultur in das ländliche Mecklenburg-Vorpommern. Zwar gab es Übergriffe durch die Dorfnazis, aber das Festival wird es auch nach Corona geben.

Schifffahrt – 90 % weniger Emissionen

Nun soll die Schifffahrt auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, da stellt sich die Frage, welche Alternativen es gibt. Nun Segel vor ein Containerschiff zu packen, um den Schwerölverbrauch des Schiffes zu minimieren, gibt es als Idee schon länger, aber es gibt eben auch neue Ansätze im Schiffbau. Wie so häufig macht die Politik auch Druck. Die Verkehrsminister wollen verbindliche Vorgaben schaffen und dann haben Schiffsbauer Planungssicherheit. Das Schiff wie auch das Flugzeug hat einen sehr lange Planungszeitraum, daher wird es wohl lange dauern, bis es umweltfreundliche Schiffsantriebe geben wird.

Bruttonationalglück versus Bruttoinlandsprodukt

Kann man Glück messen? Es ist aber vielleicht immer noch besser, als sich das klassische Bruttoinlandsprodukt zu messen. Ein Autounfall mehrt das Bruttoinlandsprodukt, aber trägt es auch zum individuellen Glück oder dem gesellschaftlichen Glück bei. Wohl eher nicht, aber das Problem ist die Messung, weil man die Kosten des Autounfalls klar beziffern kann. Aber Glück ist weitaus schwieriger zu fassen und unterschiedliche Kulturen verstehen unter dem Glück etwas Anderes. Wenn man den klassischen Wachstumswahn der Wirtschaftswissenschaft nicht mehr will, dann stellt sich die Frage, wie man das gesellschaftliche Wohlergehen misst. Es gibt die ersten Ansätze und man muss die Verteilung des Reichtums mit in die Rechnung des gesellschaftlichen Wohlergehens eingehen. Zudem muss der Gesundheitsstatus und der Zustand der Umwelt in einer geeigneten Form gemessen werden.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 49 Sarik Weber (Digitales Denken im Mittelstand)

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Sarik Weber (Digitales Denken im Mittelstand)
von Jürgen Vagt 01.09.21
Heute begrüßte ich mit Sarik Weber einen lang gedienten Internetvordenker. Viele Projekte haben sich in den letzten 20 Jahren angesammelt, aber am bekanntesten ist wahrscheinlich Xing. Noch vor Facebook ist Xing gegründet worden und hat das Sammeln von Businesskontakten digitaler gemacht. Aber in den letzten Jahren kümmert sich Sarik Weber um die Digitalisierung des Mittelstandes und eigentlich ist das ein Widerspruch. Aber die Zukunft ist digital und nun müssen sich Geschäftsführer im Mittelstand dieser Herausforderung stellen. Das haben Sie in der Vergangenheit auch schon getan, aber das datengetriebene Management ist heute Standard bei Konzernen und dieser Trend erreicht bald auch den Mittelstand. Eine Sonderrolle kommt der Automotive-Welt zu, die etablierten Maschinenbau-Welt im Automobilbau muss digitaler werden. Das autonome Fahren ist unter Fachleuten gesetzt, aber die Aufgaben sind auch sehr groß für den klassischen Mittelstand. Jetzt müssen Kooperationen geschlossen werden und es muss Ökosysteme geben. Ökosysteme hatten in der Digitalisierung immer eine zentrale Bedeutung.

Mobilitätswende auf dem Lande

Die Mobilitätswende nimmt Fahrt auf und bietet auch Chancen für das Land, denn man kann mit automatisierten Shuttles in ländlichen Regionen besser und kostengünstiger Verkehr anbieten. In Bayern gibt es verschiedene Projekte und man kann einfach mehr und häufiger Busse fahren lassen, sodass man auf dem Land auch ohne Auto leben kann. Insbesondere für ältere Menschen wäre es wichtig, wenn man auf dem Land besser angebunden wäre.

Insideables

Nun ist die Nanotechnologie so weit, dass man diese Technologie so langsam aber sicher in der Medizin einsetzen kann und Nanoroboter können die ersten medizinischen Aufgaben im Körper ausführen. Hört sich alles nach Science Fiktion an, aber solche Ansätze werden schon in den Niederlanden erprobt. Zudem erproben auch Fraunhoferforscher diese Technologie und man kann erwarten, dass diese Technik bald den Weg in die Praxis findet. Auch Big Tech ist an diesem Thema interessiert, um Wellnessanwendungen fürs Smartphone zu entwickeln.

DISRUPTIVE INNOVATION

Der Begründer der Theorie der disruptiven Innovation ist gestorben, aber seine Theorie ist immer noch wichtig und eben diese Theorie erklärt sehr gut, den Unternehmens – und Innovationserfolg in den letzten Jahren. Da schauen wir uns diese Theorie noch mal aus der Perspektive der Spieltheorie auf den würdigen Clayton Christensen.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 48 Ruppert Bodmeier (disrooptive.com / Innovationsberater)

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von Jürgen Vagt 14.07.21
Ruppert Bodmeier (disrooptive.com / Innovationsberater)
Heute begrüßte ich Ruppert Bodmeier und wir sprachen über sein Unternehmen. disrooptive.com ist eine Plattform, wo man als Organisation lernt, wie man erfolgreich Innovationen in den Markt bringt. Am Anfang des Prozesses wird geschaut, dass man möglichst breit Impulse setzt und sich in einem breiten Panorama anschaut. Welche Veränderungen gibt es und dann wird man immer konkreter, damit ein neues Produkt oder Dienstleistung die Welt und den Markt erblickt. Wie entstehen also neue Dienstleistungen und Produkte, nun man definiert die zentralen Kundenbedürfnisse und entwickelt passende Lösungen. Zwar verwendet man viele Innovationsmethoden und aber zentral bleiben die Sprints, um die Rohideen zu schärfen und Produkte zu entwickeln. 90 % der Kunden sind klassische Unternehmenskunden, aber auch immer Organisationen aus dem öffentlichen und sozialen Sektor nutzen auch die Plattform. Natürlich spielte die Jahrhundertpandemie eine Rolle, weil man gesehen hat, dass selbst in der dritten Welle die Gesundheitsämter noch die Berichte per Fax versendet haben. Auch wenn es Manchen nicht gefällt, aber Nachhaltigkeit wird ein immer größere Treiber in Innovationen.

Circular Economy und Kreislaufwirtschaft

Umwelt – und Klimaschutz werden in der Spätphase der 2020er Jahre ein zentrales gesellschaftliches Thema und deswegen bekommt das gute alte Thema der Kreislaufwirtschaft wieder Konjunktur. Aber wir leben ja im Jahr 2019 und dann muss dieser Ansatz mit Open Source gedacht werden. Ich zerlege diese Themen mal sehr detailliert, um zu zeigen, wie das Denken der erneuerbaren Energien auf physische Produkte übertragen wird. Open Source wird genutzt, um Güter weltweit reparieren zu können. Man veröffentlicht Baupläne, sodass jeder Techniker Reparaturen durchführen kann.

Predictive Maintenance

Vorhersagende Instandhaltung ist eine spannende Anwendung, man baut einfach Sensoren an eine Maschine und aus den gewonnenen Daten kann heute schon mit hoher Trefferwahrscheinlichkeit den Ausfall eines Bauteils bestimmen. So werden unkalkulierbare Kosten zu planbaren Kosten und somit entsteht eine wirksame Anwendung für die riesigen Datenmengen, die in den letzten Jahren gesammelt werden.