Die-Zukunftsmacher-Podcast

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Der Podcast über Innovationen und Zukunftsthemen.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 74 Dr. Norbert Häring (Kapitalismus in der Zukunft)

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 74 Dr. Norbert Häring (Kapitalismus in der Zukunft)

von Jürgen Vagt 09.05.22
Heute begrüßte ich Dr. Nobert Häring einen langgedienten Wirtschaftsjournalisten und wir sprachen über sein neues Buch, in dem Dr. Nobert Häring einen Zukunftsentwurf über den Kapitalismus präsentiert. Am Anfang ging es erstmal um die Finanzkrise aus dem Jahr 2007 / 2008 und die Reaktionen der Politik, hier in Deutschland hat der Staat fleißig Banken rettet, aber in Island wurde die Banken auf ihre volkswirtschaftlichen Funktionen begrenzt und der ganze Rest ist pleitegegangen. In Deutschland, aber auch in anderen Nationen wurden mit riesigen Summen einzelne Banken gerettet. Die Regulierung sollte laut Dr. Nobert Häring stärker sein, weil die Banken immer noch zu groß sind, um einfach mal so Pleite zu gehen. In den letzten 10 Jahren haben sich die IT-Konzerne aus dem amerikanischen Westen zu den dominierenden Konzernen entwickelt und diese Konzerne bieten die digitale Infrastruktur an und streichen Monopolgewinne ein. Mehr Unternehmen als Stiftungen und eine Zerschlagung dieser Monopole könnte das Problem lösen, aber ob diese Aufgabe durch die Politik ohne große Krise geregelt wird, bleibt fraglich.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 73 Carlos Frischmuth (New Work: Bullshit oder Zukunftsversion)

von Jürgen Vagt 04.05.22
Heute begrüßte ich Carlos Frischmuth und wir sprachen über New Work, in den Medien wird New Work als neues Mantra gefeiert. So wird die Arbeit der Zukunft aussehen, Carlos Frischmuth sieht das anders. Diese Debatte um New Work ist eine Inseldebatte unter Wissensarbeiter und Carlos Frischmuth bemerkt, dass viele Mittelständler nur ansatzweise diese neue Konzeption verfolgen und dann bleiben die Veränderungen stecken und die Mitarbeiter sind orientierungslos. Laut Carlos Frischmuth sollte man eben nicht auf den heißen Scheiß aus Berlin-Mitte achten, sondern sich auf die eigenen Ursprünge besinnen und hieraus eine geeignete Strategie entwickeln. Die Zukunftsversion muss zum Unternehmen und der Branche passen und für die Arbeitnehmer bedeutet die neue Jobwelt die Qual der Wahl. Es gab weltweit und in Deutschland noch nie so viele Jobs wie in der Gegenwart und natürlich gibt es Menschen, die sich in einer Unzahl von Jobs versuchen, aber keine berufliche Heimat finden. Die Demografie wird viele Jobs erzeugen, aber es stellt sich die Frage, wie man das Beste aus dieser Lage macht.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 72 Prof. Dr. Michael Rochlitz (Russland u. China / Kalter Krieg mit Autokratien)

von Jürgen Vagt 19.04.22

Heute begrüßte ich Prof. Dr. Michael Rochlitz einen Wirtschaftswissenschaftler von der Universität Bremen und wir sprachen eine knappe Stunde über den Konflikt zwischen dem Westen und die großen Autokratien Russland und China. Am Anfang des Gespräches hat Prof. Dr. Michael Rochlitz die Unterschiede herausgearbeitet, China hat unter Deng Xiaoping 1978 zwar eine Autokratie eingeführt, aber alle 10 Jahre werden die Führungsschichten ausgewechselt. Bislang war China daher in der Vergangenheit sehr stabil, Russland unter Putin hat diesen Mechanismus nicht. Laut Prof. Dr. Michael Rochlitz macht sich in Russland ein Ja-Sager-tum in den politischen und wirtschaftlichen Führungsschichten breit. Als Folge verliert Russland den wirtschaftlichen Anschluss an den Westen, der Krieg gegen die Ukraine erklärt sich für Prof. Dr. Michael Rochlitz auch aus diesem wirtschaftlichen Rückstand. Nun, wo steht der Konflikt zwischen dem Westen und Russland? Die im April 2022 geltenden Sanktionen werden wohl in den nächsten Monaten Wirkung zeigen, sodass das Militär Schwierigkeiten haben wird, Kampfjets einzusetzen. Mit Putin wird es laut Prof. Dr. Michael Rochlitz keine friedliche Lösung geben, aber die wirtschaftlichen Eliten können kaum politisch aktiv werden und das Militär ist tendenziell unpolitisch.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 71 Dr. Verena Lütschg (Technologien für die Zukunft)

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Heute begrüßte ich begrüßte Dr. Verena Lütschg bei den Zukunftsmachern und ich sprach mit der frisch gebackenen Buchautorin über die Technologien in der Zukunft. Die Molekularbiologin musste am Anfang des Interviews Ihr Studiengebiet erklären und dann haben wir uns in einem breiten Panorama die Technologien in der Zukunft angeschaut. Natürlich kommen da Themen hoch, wie die künstliche Intelligenz und Bio Hacking. Dann haben wir erstmal geschaut, wo die technischen Durchbrüche in den letzten Jahren waren, die große technischen Veränderungen in den nächsten 10 – 20 Jahren erzeugen werden. Künstliche Intelligenz hat massive Fortschritte gemacht, aber spannender ist die Genschere. In der Medizin können so Krankheiten besser behandelt werden, aber in China werden auch leider schon die ersten Designer Babys entwickelt. Technologien haben immer zwei Seiten. Aber diese Durchbrüche werden laut Dr. Verena Lütschg in den nächsten Jahren zu massiven Verbesserungen bei vielen Krankheiten führen. Künstliche Intelligenz wird die Behandlung verbessern, auch beim Krebs. Zudem können die Therapien individualisierter werden, sodass Ärzte mit einer individuellen Analyse der Krankheit eine bessere Therapie einleiten können.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 70 Prof. Dr. Timo Leukefeld (energieautonomes Wohnen)

von Jürgen Vagt 22.03.22

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Heute begrüßte ich Prof. Dr. Timo Leukefeld und wir sprachen eine knappe Stunde über Energie im Wohnen. Durch den Ukraine-Krieg ist das Thema jetzt auf die Agenda gerutscht, aber der Klimawandel und die Verteuerung der Energie ist auch schon länger ein Thema. Prof. Dr. Timo Leukefeld begrüßte, dass der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die staatliche Bauförderung umstellt, weil viel zu lange nur die Gebäudehülle energetisch verbessert werden ist. Jetzt soll der Fokus auch auf den Hausstrom und die Benzinkosten gelenkt werden und fossil wird teurer und erneuerbar wird günstiger. Wenn man den Bau in Neubau und die Sanierung des Bestandes unterteilt, bleibt der Bestand ein Problem. Aber leider findet Prof. Dr. Timo Leukefeld auch bei den Entwürfen zu wenig Zukunftsfähiges. Wenn man sich noch ein Haus bauen will, sollte man möglichst viel Solaranlagen verbauen und auf eine wartungsarme Heizung achten. Die Mehrheit der Deutschen lebt aber zur Miete und hier müssten sich die Anreizsysteme ändern. Wenn man so wie in Skandinavien ein Warmmiete gesetzlich verbindlich machen würde, würden die wirtschaftlich starken Vermieter um das Energiesparen kümmern müssen. Bislang sind die Mieter ziemlich ohnmächtig bei dem Anstieg der Energiepreise.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 69 Dr. Maximalian Krahé (Dezernat Zukunft/Zukunftssichere Staatsfinanzen)

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Heute gibt es das ganz große Ökonomenkino mit Dr. Maximalian Krahé von dem Thinktank Dezernat Zukunft. Wie soll die Volkswirtschaft aus der Vogelperspektive in eine (nachhaltige) Zukunft gesteuert werden. Wir haben uns in dem gut ¾ stündigen Interview dieser Frage angenähert. Das Allgemeinwohl und dessen Wachstum werden konventionell mit dem BIP gemessen und diese Messung finden viele Ökonomen schwierig. Diese Größe erfasst keine Nachhaltigkeitsaspekte und die Erhebung ist laut Dr. Maximalian Krahé sehr fragwürdig. Aber liberale Demokratien müssen oder wollen in eine nachhaltigere Zukunft und hier fehlen geeignete Messverfahren. Konkreter ist die Frage, wie Deutschland mit der Schuldenbremse umgehen soll? Laut Dr. Maximalian Krahé sorgt die Schuldenbremse für falsche Diskussionen und Dr. Maximalian Krahé erteilt auch den Utopien der Linken eine Absage. Die Inflation ist die natürliche und gut erforschte Grenze der Staatsverschuldung, aber in der Gegenwart der Jahre 2020 – 2021 ist eine höhere Verschuldung sinnvoll, um die Digitalisierung und die Dekarbonisierung zu finanzieren. Jetzt im Jahr 2022 ist das Thema Inflation auch wegen des Ukrainekrieges relevanter, aber gefährlich wird eine Inflation erst, wenn sie in einer Lohn-Preis-Spirale mündet.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 68 Prof. Dr. Dirk Labudde (Digitale Forensik)

von Jürgen Vagt 14.02.22

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Heute begrüßte ich Prof. Dr. Dirk Labudde bei den Zukunftsmachern und ich sprach mit dem Professor für digitale Forensik über sein Fachgebiet. Der geübte Krimizuschauer weiß, dass ein modernes Smartphone wie ein Peilsender funktioniert. Wenn das Handy mitten in der Nacht in einer fremden Wohnung lokalisiert wird, hat die Polizei ein paar Fragen. Aber Prof. Dr. Dirk Labudde will, dass die Öffentlichkeit sein Fachgebiet breiter versteht. Es geht nicht nur um Spuren, sondern auch um die Einordnung von Sachverhalten. Digital kann man auch Texte analysieren, ob sich Anzeichen einer klar definierten Krankheit wie Depression und Schizophrenie erkennen lassen. Zudem gibt es vielfältigen Methoden wie die Analyse von Browserverläufen oder man analysiert die diversen Sensoren der heutigen, modernen Geräte. Spannend ist auch die Analyse von Videomaterial, die Ergebnisse sind zwar noch nicht, wo die DNA-Analyse ist. Aber in ein paar Jahren könnten Tatverdächtige per künstliche Intelligenz aus den Stunden Videomaterial herausgefiltert werden. Dann wird es eine spannende Diskussion über den Einsatz dieser Methodik geben.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 67 Daniel Föst (MdB/FDP) Bauen in der Zukunft

von Jürgen Vagt 07.02.22

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Heute begrüßte ich Daniel Föst und ich sprach mit dem wohnungspolitischem Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion über die Zukunft des Bauens. Im Bausektor und bei den entsprechenden Baupolitikern tut sich viel, Deutschland hat nun auf der Bundesebene ein eigenes Bauministerium und der Bund startet eine Bauoffensive mit 400000 geplanten Wohnungen. Laut Daniel Föst hätten die Kompetenzen noch stärker auf dem Ministerium gebündelt werden sollen, aber erstmal ist die Schaffung eines Bundesministeriums der richtige Schritt. Wie es bei einem FDP-Politiker erwartbar ist, will Daniel Föst eine Entbürokratisierung des Bauens, weil zu viele der Zuständigkeiten bei den Ländern liegen. Das Baurecht und die entsprechende Rechtsprechung werden immer größer und laut Daniel Föst dauert das Planen deutlich länger, als die reine Bautätigkeit. Die Umstellung der Sanierungsförderung durch Wirtschaftsminister Robert Habeck verlief am Anfang des Jahres 2022 holperig, aber auch Daniel Föst will auch eine Umstellung. In der Zukunft soll nicht mehr die Dicke der Dämmung vorgeschrieben werden, sondern technologieoffen die CO₂-Reduktion belohnt werden. Daniel Föst will neutral die technologischen Optionen beobachten, aber das serielle bzw. industrielle Bauen verspricht die Möglichkeit sehr schnell und kostengünstig zu bauen.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 66 Thomas R. Köhler (Cybercrime / Digitale Kriminalitätsbekämpfung)

von Jürgen Vagt 10.02.22

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Heute begrüßte ich Thomas Köhler bei den Zukunftsmachern und auch in Zukunft wird uns die Kriminalität erhalten, wenn auch in digitaler Form, erhalten bleiben. Wenn man sich die letzten 10 Jahre anschaut, werden großangelegte Angriffe auf kapitalstarke Unternehmen immer wichtiger und die ersten gravierenden Fälle gab es schon mehrfach. Solche Erpressungen haben Unternehmen in die Pleite getrieben und das Thema Cybercrime beschäftigt Thomas Köhler schon seit 20 Jahren. In den letzten 10 Jahren rücken Angriffe auf Unternehmen in den Fokus. Laut Thomas Köhler sind viele Mittelständler und die Polizeibehörden noch nicht vorbereitet auf diese neue Form der Kriminalität. Föderalismus und Unkenntnis sind die zentralen Hemmschuhe für eine effektive Kriminalitätsbekämpfung. Allerdings sieht Thomas Köhler wenn er aus einer wirtschaftlichen Perspektive auf die Polizeiarbeit schaut schon Reaktionen auf den digitalen Wandel in der Polizeiarbeit. Wenn man sich die Ermittlungen in Fall der Verschlüsselungssoftware Encrochat anschaut, dann haben die europäischen Strafverfolgungsbehörden große Erfolge, wenn sie digitaler werden. Zudem gibt es schon lange technische Möglichkeiten um (verschlüsselte) Kommunikation zu lesen, man muss nur davon als Polizei Gebrauch machen.

Die-Zukunftsmacher-podcast Nr. 65 Prof. Dr.-Ing. Christoph Gehlen (Digitales und nachhaltiges Bauen/3D-Druck im Bau)

von Jürgen Vagt 02.02.22

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Heute begrüßte ich Prof. Dr.-Ing. Christoph Gehlen bei den Zukunftsmachern und wir sprachen eine knappe Stunde über die Zukunft des Bauens. So wie auch in jedem anderen Lebensbereich muss auch der Bau sich digitalisieren. Geringe Baukosten und kürzere Vorlaufzeiten sind die Argumente für die Einführung von digitalen Planungstools und diese digitalen Hilfsmittel könnten auch die Bauoffensive in den Großstädten deutlich beschleunigen. Aber der Bau tut sich schwer mit der Digitalisierung, weil es der Bau traditionell eine konservative Branche ist. Der Klimawandel im Allgemeinen und die Transformation zur klimaneutralen Wirtschaft im Besonderen wird auch den Bau erfassen. Prof. Dr.-Ing. Christoph Gehlen sieht auch Potenziale für smartes Bauen und dann würde die Baustelle zu einer mobilen Baufabrik.
Beton ist sehr umweltschädlich, aber laut Prof. Dr.-Ing. Christoph Gehlen gibt es nach keine wirklich überzeugende Ersatzstoffe und insbesondere bei Brücken und Hochhäusern ist Beton notwendig. Der 3D-Druck erfasst auch den Bau und das nachhaltige Argument sind die massiven Materialeinsparungen. Wenn der Markthochlauf gelingt, kann man mit dem gleichen Materialaufwand zwei anstelle von einem Haus bauen.